19-Herbst-Ukraine-Zypern-05
An der griechischen Küste entlang bis auf den Mittelfinger des Pelepones
Mit der Entscheidung, nicht über die Türkei nach Zypern zu fahren hat sich unsere Reise total geändert. Aus einer Erkundungsreise ins Unbekannte ist eine gemächliche Badereise entlang der griechischen Ägäisküste geworden. Denken wir. Interessant und spannend wird es auf unserer neuen Route trotzdem. Allerdings, wir lassen uns mehr Zeit und genießen die griechische Küstenlandschaft und bleiben im Schnitt länger an einem Ort.
9. Oktober 2019, Mittwoch
Vom bulgarischen Campingplatz Sakar Hills bei Biser fahren wir in Richtung Erdine. Kurz vor der Grenze biegen wir ab in Richtung Süden / Griechenland und nehmen die parallel zum Grenzfluss Maritza / Evros / Meric verlaufende Straße. (bulgarisch: Maritza / griechisch: Evros / türkisch: Meric) Flüchtlinge bzw. Probleme in der Grenzregion sehen wir keine. Von daher besteht erst mal kein Grund nicht in die Türkei zu fahren. Aber im Laufe des Tages bekommen wir übers Handy mit, dass die Türkei im Nordosten Syriens mit militärischen Aktionen unterwegs ist.
Übernachtung vor CP Alexandropolis. Der Campingplatz selbst ist für Sanierungsarbeiten geschlossen.
10. Oktober 2019, Donnerstag
Heute steht die Entscheidung an, fahren wir über die Türkei nach Zypern oder bleiben wir in Griechenland und genießen hier Land und Leute?
Wir können nicht einschätzen wie sich die Kurden innerhalb der Türkei verhalten werden. Und wenn dieser Konflikt sich hinzieht, was ist in drei Monaten, wenn wir von Zypern zurück über die Türkei fahren müssen?
Mit Deutschtürken, die hier mit ihrem Wohnwagen stehen und gerade von ihrem Ferienhaus in der Türkei gekommen sind unterhalten wir uns sehr lange. Auch sie können uns nicht so richtig raten.
Entscheidung, wir bleiben in Griechenland und fahren nicht nach Zypern. Die griechische Küste ist mindestens genauso schön und interessant!
Also dann los. Nicht weit von Alexandropolis ist das Nestosdelta mit dem Status eines Nationalparkes.
Bei griechenland-abc.de lesen wir:
Das Nestos-Delta an der Ägäischen Küste von Thrakien ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete Europas mit einer Fläche von rund 550 Quadratkilometern. Es ist westlich von Kavala, gegenüber der Insel Thassos gelegen. Zum Bereich des Nestos-Deltas zählen neben dem Unterlauf des in Bulgarien entspringenden Flusses Nestos zwischen der Stadt Parádissos und der Flussmündung auch der Küstenstreifen zwischen Néa Karvali und Avdira mit ihren Lagunen, Salzwiesen und Dünen.
In diesem Gebiet befinden sich Urwälder mit einer unglaublichen Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die Nestos-Schlucht, der größte Galeriewald Griechenlands, Binnendünen und Süßwasserseen. Das Fluss-Delta ist teilweise bis zu einem Kilometer breit und von kleinen Inseln durchzogen. Im Gebiet des Nestos-Deltas haben über hundert Vogelarten ihre Brutstätten, darunter so seltene Tiere wie Schreiadler, Spornkiebitze und Kormorane. Viele andere seltene Tiere, wie Fischotter, Schakale und auch verschiedene Schlangenarten leben in den Wäldern und im Wasser des Flusses. In der Nähe von Livera gibt es noch einen kleinen Betand an wildlebenden Pferden, die bei einer Fahrt oder Wanderung durch die Nestos-Schlucht zu sehen sind
Aber die Artenvielfalt im Bereich des Nestos-Deltas beschränkt sich nicht nur auf die Fauna. Viele seltene Pflanzen, wie zum Beispiel die Haberlea Rhodopensis, eine Schattenpflanze, die unter den Felsen wächst und nur noch in diesem Gebiet zu finden ist, und viele andere Orchideenarten gibt es hier.
Die Nestos-Schlucht, durch die der Fluss sich südlich von Stavroupolis windet, kann bewandert, aber auch mit dem Zug befahren werden. Die Zugfahrt führt sogar über einen Teil der Strecke des Orient-Express. Ein besonderes Erlebnis ist eine Kanutour durch die Nestos-Schlucht.
Unser Ziel ist Fanari, im Hinterland eine schöne Lagunenlandschaft, mit dem großen Flachwassersee Vistonidas, vorne das Meer mit breiten Sandstränden.
Übernachtung: Fanari, leerer Parkplatz, 40.960639, 25.129181
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| Natürlich wartet wieder eine Ausgrabungsstätte auf uns. |
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| Direkt am Meer |
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| Mit einer Besonderheit: um den Fußboden trocken zu halten wurden darunter Amphoren gegen aufsteigendes Wasser eingegraben. Siehe folgendes Bild! |
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| Unser Strand |
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| Geangelt wird hier auch, wir haben sehr selten gesehen, dass jemand was gefangen hat. Die Hoffnung stirbt zuletzt! |
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| Zu der Zeit haben wir allen Platz der Welt. |
11. Oktober 2019, Freitag
Die Gegend hier ist wunderschön. Sandstrände, kleinere flache Gewässer im Hinterland, große Flachwasserseen ebenfalls im Hinterland. Wir fahren langsam mit dem Auto und lassen diese Landschaft auf uns wirken. Keine 20 km Luftlinie von Fanari entfernt ist unser nächster Übernachtungsplatz Erodias, wieder flacher Sandstrand, Dusche, Sonne dazu, toll. Klar, wir sind in der totalen Nachsaison hier, wenig Leute, Gaststätten meist geschlossen.
40.931481, 24.94692
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| Mönchskloster im Flachwassersee |
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| Im Nationalpark |
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| Hier sollen zu anderen Zeiten unzählige Vögel rasten. |
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| Wieder viel Platz für uns |
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| Strand ohne Ende |
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| Strand von Erodias |
12. Oktober 2019, Samstag
Hier am Strand von Erodias ist es sehr schön, aber auch eben nur Strand. Uns zieht es weiter nach Keramoti, dem Fährort zur Insel Thasos. Hier ist immer noch das Nestos-Delta.
Keramoti ist eine kleine, lebhafte, liebenswerte Urlauberstadt mit feinen Sandstränden und einer guten Infrastruktur. Der Campingplatz hat zwar zu, aber wir finden einen guten Übernachtungsplatz bei 40.85395, 24.69631,
100m bis zu den Duschen am Campingplatz, passt gut.
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| Keramoti |
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| Keramoti Fährrhafen nach Thassos |
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| Eine Ladung Touristen aus Thassos auf der Rückfahrt nach Bulgarien |
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| Keramoti ist eine sehr kleine, aber liebenswerte Stadt |
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| Die Bummelsachsen und wir. |
13. Oktober 2019, Sonntag
Baden gehen, im Ort bummeln und am Abend mit Conny und Hannes, den Bummelsachsen, am Hafen in einer Gaststätte den Abend ausklingen lassen.
14. Oktober 2019, Montag
Verabschiedung von den Bummelsachsen.
Durch Kavala bs nach Nea Peramos, das ist vielleicht ein Badevorort von Kavala. Auch hier fühlen wir uns wohl, nettes Städtchen, schmaler Strand, Sonne,…
Direkt neben der Stranddusche übernachten wir bei 40.843924, 24.306914
15. Oktober 2019, Dienstag bis Freitag, 18. Oktober 2019
Wir wollen etwas länger auf einem Campingplatz bleiben. Bis hierhin war alles zu. Weiter nach Ouranoupoli auf der Halbinsel Athos. Der letzte Ort vor der Mönchsrepublik Athos. Der Platz hat auf. Die letzten Camper aus Mittel- und Nordeuropa werden in den nächsten Tagen in Richtung Fähre aufbrechen.
Ü: 40.338895, 23.970549
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| Unser Stellplatz kurz vor der Mönchsrepublik Athos. |
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| malerische Lage |
Den Komfort unseres Campingplatzes nutzen wir zum Wäsche waschen, Radfahren in alle Richtungen, lesen im Internet über den Berg Athos und den Kanal des Xerxes. Das ist tatsächlich spannende Lektüre.
Bei Wikipedia lesen wir zum Kanal des Xerxes:
Der Kanal führte am Isthmus der Halbinsel Athos unmittelbar östlich der heutigen Ortschaft Nea Roda vom Golf von Ierissos im Norden zum Singitischen Golf im Süden unmittelbar westlich der Ortschaft Trypiti. Er trennte damit die Halbinsel Athos (3. „Finger“) von der übrigen Halbinsel Chalkidiki (‚Handteller‘) ab. Der Kanal hatte eine Länge von etwa 2200 Metern[3] und eine Breite von ungefähr 30 Metern.
Herodot schildert in seinen Historien über die Perserkriege, dass der unter Dareios I. dienende persische Feldherr Mardonios bei seinem Feldzug gegen Thrakien und Makedonien (492 v. Chr.) einen großen Teil seiner Flotte bei der Umrundung des Berges Athos in einem Sturm verlor.[4]
Bei der Vorbereitung seines Feldzuges gegen die Griechen (480 v. Chr.) veranlasste Xerxes I. deshalb den Bau eines Kanals durch den Isthmus von Athos, um eine Wiederholung dieser Katastrophe zu vermeiden. Die Bauarbeiten unter Bubares und Artachaies dauerten drei Jahre. Die Arbeitskräfte wurden aus den verschiedensten Völkern und aus der Umgebung des Berges Athos zwangsrekrutiert.[5] Zunächst begann man mit den Kanalarbeiten entlang einer über den Isthmus gezogenen Linie, indem der Aushub von den Arbeitern an der Grabensohle in einer Art Eimerkette zu anderen Arbeitern nach oben befördert wurde. Da dabei zunächst fast senkrechte Böschungen gebaut wurden, rutschte die Erde häufig nach, so dass der Aushub wieder von vorn beginnen musste. Erst die am Bau eingesetzten Phönizier fanden die richtige Methode, indem sie den Aushub auf der doppelten Breite des Kanals begannen und mit zunehmender Tiefe enger werden ließen.[6][7] Die Breite von 30 m wurde gewählt, um die Fahrt von zwei Triremen nebeneinander zu ermöglichen.[8]
Herodot meinte dazu, dass Xerxes mit dem Kanalbau eher seine Macht und Größe demonstrieren und sich ein Denkmal setzen wollte, da man die Schiffe ebenso gut über Land hätte ziehen können.[9]
Zwei Kilometer von unserem Campingplatz ist der Grenzort zur Mönchsrepublik Athos. Hochpreisige Gaststätten und Geschäfte prägen das Bild von Ouranoupoli. Jede Menge Mönche und Pilger bevölkern die Straßen. Alle Kellner in den Gaststätten können Russisch sprechen. Das Wetter ist schön, die Ausflugsschiffe starten hier und sind gut belegt. Eine schöne, entspannte Atmosphäre. Hier ist noch volle Saison. Wir trinken nur einmal unseren Nachmittagskaffee in Ouranoupoli. Bei diesen Preisen dann doch lieber am Wohnmobil.
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| Blick auf Ouropoli |
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| Hier gibt es noch Touristen und vor allem Mönche. |
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| Blick von der Mole in die Innenstadt |
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| ganze Busladungen werden hier in Ouropoli "ausgespuckt". |
Auf unserer Fahrt hierher haben wir viele bulgarische Autos gesehen. Bietet sich auch an, ist für Sofia und Plovdiv sozusagen die Badewanne. Die Verkehrsverbindungen von Bulgarien an die Strände der Ägäis haben sich massiv verbessert.
Hier in Ouranoupoli sehen wir fast nur slawische Touristen, Russen, Serben, Bulgaren, und natürlich auch Autos mit griechischen Kennzeichen. So langsam wird uns klar, hier hat die Oströmische Kirche ihren Ursprung.
Und die Verbindung zu unserer Reise wird plötzlich deutlich.
Bei reisenua.net lasen wir:
Das Kiewer Höhlenkloster wurde 1051 von dem Mönch Antonij gegründet. Nachdem er den heiligen Berg Atos besucht hatte, kam er in die Heimat zurück, um das Mönchswesen in der Kiewer Rus zu verbreiten.
Mich lässt die Idee von den Einsiedlern und der Mönchsrepublik Athos nicht los.
Warum genießen Menschen, die sich freiwillig von der Gesellschaft lösen und einsam leben so viel Ansehen? Ich recherchiere lange über die Geschichte der Mönchsrepublik und finde nichts dazu.
Meine Antwort nach zwei, knapp drei Monaten Überlegungen ist eigentlich ganz naheliegend: Man glaubt Menschen eher, die nicht vorsätzlich nach Ruhm, Macht und Geld streben. Eremiten, Einsiedler haben sich bewusst entschlossen ein einfaches Leben mit Verzicht auf Annehmlichkeiten zu führen. Solchen Menschen, die Einfachheit, Verzicht und Eins sein mit der Natur wahrhaftig vorleben, denen kann man voll vertrauen. Alle Religionen wissen um die Macht dieser Vorbilder und nutzen diese für ihre religiösen Verheißungen. Mit der Gründung von Klöstern haben die einzelnen Religionen die Idee der Eremiten, Einsiedler für ihre Zwecke institutionalisiert und daraus eine Lehre gemacht.
Bei zeit-online lese ich:
:Putins spiritueller Brückenkopf
Die griechische Mönchsrepublik Athos ist ein Herzstück des orthodoxen Glaubens. Jetzt kommt Putin zur Pilgerfahrt. Wohl nicht nur aus spirituellen Gründen.
Von Christoph Dowe, Athos
27. Mai 2016, 8:26
Putins spiritueller Brückenkopf
Die Männer, die hier von Bord gehen, sprechen fast alle Russisch. Mönche, Pilger und Arbeiter verlassen zielstrebig den Anleger in Richtung Klostereingang. Vom Schiff aus gesehen wirkt das russisch-orthodoxe Kloster Agios Pandeleimon in der abgeschotteten griechischen Mönchsrepublik Athos wie eine Kleinstadt. Seine Mauern und Gebäude erheben sich wie eine mittelalterliche Trutzburg in den Himmel.
Am Samstag wird hier prominenter Besuch erwartet: Russlands Präsident Wladimir Putin und der Moskauer Patriarch Kyrill I. kommen. Sie nehmen an den Feierlichkeiten zur tausendjährigen Präsenz der Russen auf Athos teil. 20 große und Dutzende kleinere Klöster gibt es auf Athos, die meisten sind griechisch-orthodox, doch die Russen sind mit dem Rossikon, wie Pandeleimon auch genannt wird, prominent vertreten. Rossikon ist eines der größten Klöster auf Athos. Und Athos ist eines der wichtigsten Zentren der christlichen Orthodoxie. Die russische Regierung sorgt dafür, dass es dem Kloster gut geht: Sie finanzierte zum Beispiel einen Teil der Sanierung der Gemäuer. Heute leben rund 70 Mönche im Kloster.
Spätestens seit dem 15. Jahrhundert schickten Moskauer Fürsten Geld nach Athos. Schon damals war der Austausch zwischen Athos und der sogenannten Kiewer Rus intensiv. Mönche aus Athos hatten Anteil am Aufbau der orthodoxen Kirche auf dem Gebiet in der heutigen Ukraine, von Belarus und Russland. Putin interpretiert die Kiewer Rus heute als historische Wiege der russischen Nation. Bis zum Ende des Zarentums waren Russen wichtige finanzielle Unterstützer vieler Klöster auf Athos, das Rossikon war kurz vor dem ersten Weltkrieg mit bis zu 2.000 Mönchen das größte Kloster auf der 350 Quadratkilometer großen Halbinsel. Seit 1918 begann der Niedergang vieler Russland-orientierter Klöster und Siedlungen, weil die Sowjetunion eine kirchenfeindliche Politik betrieb. Zudem wurden viele russischstämmige Mönche ausgewiesen, als die Sowjetunion ihre Präsenz dort versuchte, politisch zu nutzen. Auf Athos leben heute wieder mehr Mönche, rund 2.300 sollen es sein.
Verbrüderung
Putins Besuch an diesem traditionsreichen Ort könnte nun zum Symbol für eine stärkere Verbrüderung werden: nicht nur zwischen den griechisch- und russisch-orthodoxen Kirchen, sondern auch zwischen den beiden Staaten. Schon vor seinem Besuch wendete sich Putin mit eben dieser Botschaft an die Griechen. In einem Gastbeitrag für die Zeitung Kathimerini erinnert er an die gemeinsame Historie. Bevor Putin nach Athos kommt, trifft er den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Die beiden wollen auch über das Thema religiöser Tourismus sprechen. Die Griechen hätten gern mehr davon und wissen, dass sie mit ihrer reichen orthodoxen Tradition und besonders mit Athos den Russen einiges zu bieten haben.
Normale russische Touristen sind ohnehin inzwischen unter den wichtigsten Gästegruppen in Griechenland, Tendenz steigend. Dieses Jahr wird mit bis zu einer Million Buchungen russischer Urlauber gerechnet. Beide Länder haben 2016 zum russisch-griechischen Jahr erklärt, die kulturelle Kooperation wird ausgebaut. Zudem sind viele Griechen Russland gegenüber positiv eingestellt: 35 Prozent haben laut einer Gallup-Umfrage eine gute Meinung von der Staatsführung in Moskau. Nach Zahlen des Pew Researches ist das Verständnis für Russland und seine Politik in Griechenland auch in der jungen Bevölkerung kontinuierlich so hoch und stabil wie sonst nirgendwo in den größeren EU-Staaten.
Und wenn Russland die größte orthodoxe Macht ist, dann sind Griechenland und Athos seine Quellen.
Wladimir Putin
Putin kommt nicht das erste Mal nach Athos. Bei einem früheren Besuch auf der Halbinsel hatte er gesagt, die "Wiedergeburt" Russlands sei mit der spirituellen Wiedergeburt des Landes verbunden. "Und wenn Russland die größte orthodoxe Macht ist, dann sind Griechenland und Athos seine Quellen."
Nicht der erste Putin-Besuch
Wie oft Putin schon in der Mönchsrepublik Athos war, ist nicht ganz klar. Verbrieft ist ein Besuch 2005. Bereits vorher hatte es Pläne für Besuche gegeben, die aber aus verschiedenen Gründen scheiterten. Der britische Independent berichtete 2015 in einem Nebensatz von "regelmäßigen" Besuchen des russischen Staatsoberhauptes und kolportiert Berichte, wonach Putin den Ort auch wähle, um "diskrete politische Treffen" zu veranstalten.
Belege scheint es keine zu geben, doch für solche diskreten Treffen wäre Athos ein geeignetes Stück Erde. Griechisch-orthodoxe Mönche kommentieren dort ungefragt die Weltpolitik, die Nato und die EU kommen dabei sehr schlecht weg. Putin, sagen sie, ist der Modernisierer, der Mann, der die Orthodoxie wieder stark gemacht hat. Russen und speziell Putin – sie sind auf Athos als spirituelle Pilger willkommen.
Eine spirituelle Erfahrung als Pilger soll Putin schon gemacht haben. Während einer Autofahrt auf Athos hatte Putin bei seinem Besuch 2005 Blickkontakt mit einem Esel, der frei auf einer Schotterpiste vor dem Wagentross des Russen herlief. Der Esel blieb stehen, der Staatspräsident fuhr das Autofenster herunter, beide schauten sich an. Als Zeichen der Heiligen Mutter Gottes durfte das ein Geistlicher im Fernsehen werten, die Szene fand Eingang in einen Dokumentarfilm zur Feier von Putins 15-jährigem Regierungsjubiläum.
Es liegt aber nahe, dass der Stratege Putin die gemeinsame Geschichte der beiden orthodoxen Kirchen auf Athos nicht nur spirituell zu nutzen weiß. Schließlich ist die russisch-orthodoxe Kirche ein wichtiger Machtpfeiler seines autokratischen Regierungsstils. Putin spricht der Kirche eine hervorgehobene Rolle in der Gesellschaft zu. Die Kleriker wiederum haben direkten Zugang zu Millionen von Gläubigen.
Das Sendungsbewusstsein der Athos-Mönche
Auch in Griechenland ist der Einfluss der Geistlichen auf die Gläubigen und auf die öffentliche Meinung groß. Sprechen sie positiv von russischer Politik, so kommt das in der Bevölkerung auch an. Deshalb könnte eine stärkere Kooperation der russischen mit der griechischen Orthodoxie Putin mehr Gehör in Griechenland verschaffen.
Athos kann man getrost als Schlüssel zur griechisch-orthodoxen Glaubenswelt bezeichnen, auch wenn die weltabgewandten Mönche hier als konservativer und radikaler gelten als in anderen Teilen Griechenlands. Das Selbst- und Sendungsbewusstsein der Athos-Mönche lässt sich an den vielen Baukränen ablesen, die derzeit viele alte Klöster in erstaunlich moderne, manchmal protzige Glaubenstempel verwandeln. Zwar hängen an einigen Baustellen in der Hauptstadt Karyes EU-Fördermittel-Plakate, die Mittel aus Brüssel sollen beträchtlich sein. Doch die Modernisierung könnten die Klöster wohl auch selbst bezahlen.
Die Athos-Gemeinschaft hat den Ruf, sehr reich zu sein, und das nicht nur wegen der steuerlichen Sonderrechte, die sie als autonome Mönchsrepublik genießt. Über windige Immobiliengeschäfte der Mönche stürzte 2009 die Regierung Kostas Karamanlis, es gab Gerichtsverfahren und Verhaftungen hochrangiger Geistlicher.
Finanziell geschadet scheint das nicht zu haben. Athos wirkt mit seinen vatikanartigen autonomen Sonderrechten wie ein Staat im Staate. Wer dort hinreisen will muss ein Visum für einen maximal viertägigen Besuch beim Pilgerbüro der Heiligen Gemeinde des Athos in Thessaloniki beantragen. Diese Behörde entscheidet auch, wer überhaupt einreisen darf. Offiziell erhalten nur zehn Ausländer pro Tag eine Einreiseerlaubnis, Frauen wird der Besuch ohnehin verwehrt. Selbst weibliche Tiere werden von der Halbinsel verbannt. Immer wieder gibt es in Griechenland Gerüchte, dass Kriminelle mithilfe der Mönche auf Athos untertauchen können.
Der einzige Zugang zu Athos erfolgt per Boot vom Städtchen Ouranoupoli aus, Prominente fliegen auch mal mit dem Hubschrauber ein.
Der Einfluss, der aus den Athos-Bibliotheken auf die Entwicklung der Orthodoxie ausgeübt wurde, ist groß. Die beiden orthodoxen Kirchen, die formell getrennte Institutionen sind, sind sich historisch nah. Die russische Orthodoxie ging, vereinfacht gesagt, aus der griechischen ebenso hervor wie die kyrillische Schrift aus der griechischen. Im Kreis der vielen kleineren nationalen christlich-orthodoxen Kirchen sind die Griechen und die Russen die wichtigsten Gruppen. Nach Jahrhunderten der Parallelentwicklung stehen die Zeichen jetzt auf Schulterschluss.
Wenige Wochen nach Putins Athos-Besuch soll auf Kreta das erste pan-orthodoxe Konzil der Neuzeit stattfinden. Es wird seit 50 Jahren geplant und wäre das erste solche Treffen seit 787. Einberufen wurde das Treffen vom Ökumenischen Patriarchen aus Konstantinopel (heutiger Name: Istanbul), der für Teile Griechenlands, die orthodoxe Diaspora und auch für Athos zuständig ist. Sein Kollege, der Moskauer Patriarch, der mit 100 Millionen Gläubigen die größte Gemeinde vertritt, sieht eine Hauptaufgabe des Treffens darin, die innerkirchliche Einigkeit und Kooperationen zu fördern. Hinter den Kulissen jedoch wird vermutet, dass das Moskauer Patriarchat das Treffen auch nutzt, um einen stärkeren Führungsanspruch innerhalb der Orthodoxie zu beanspruchen.
Einigkeit der Orthodoxie wird auch das Symbol sein, das Putin mit seinem Besuch auf Athos vermittelt. Zwar erinnert er mit seiner Präsenz vor allem an die wichtige Bedeutung der Russen in der Historie der Mönchsrepublik und daran, dass die meisten Orthodoxen heute von Moskau, und nicht vom historisch bedeutsameren Patriarchat Konstantinopel aus verwaltet werden.
Wenn im Kreml Wein ausgeschenkt wird
Aber seine Gegenwart wird auch als Zeichen für die engen Beziehungen zwischen russischer Orthodoxie und Griechenland gewertet werden können. Wie wichtig Putin solche Symbole sind, zeigt sich auch an ganz anderer Stelle. Der offizielle Wein im Kreml, der für hohe Staatsgäste reserviert ist, heißt Kormilitsa – und kommt von den Hängen des Athos.
Damit dieses Mal nicht nur wackelige Handybilder vom Besuch des Präsidenten zeugen, soll das russische Fernsehen bei der Pilgerfahrt live dabei sein. Die Produktion übernimmt ein neuer konservativ-religiöser Fernsehsender des Putin-Vertrauten Konstantin Malofejew. Der Name des Senders: Zargrad. Konstantinopel.
19. Oktober 2019, Samstag
Nachdem wir mit den Rädern alle möglichen Orte abgefahren haben zieht es uns weiter.
Die Halbinsel Chalkidiki sieht auf der Landkarte aus wie eine Hand mit den drei „Inselfingern“, im Osten die Halbinsel Athos, die Halbinsel Sithonia als Mittelfinger und die Halbinsel Kassandra als westlicher Finger. Die Handfläche ist dabei die gedachte Linie von Thessaloniki über zwei große Flachwasserseen bis nach Asprovalta.
Auf ufernahen Straßen zuckeln wir mit unserem Auto gemütlich mit tollen Ausblicken bis nach Porto Koufos am Ende von Sithonia. Auf unserer Rückreise 2017 von Georgien waren wir seinerzeit schon mal auch im Herbst hier. Es ist einfach nur schön. Wohnmobile, vor allem aus Bulgarien, stehen am Strand. Alle, nur nicht wir, angeln. Ein Oktupus versucht aus dem Eimer zu entkommen, schafft es aber nicht und landet irgendwann im Kochtopf. Schade.
Ü: Porto Koufo, frei stehend am Strand 39.967866, 23.921758
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| Durch die Berge... |
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| Felsen, Sonne, Meer |
20. Oktober 2019, Sonntag
Die nächste Panoramafahrt, wieder auf der Uferstraße von Sithonia bis rüber zum westlichen Finger, der Halbinsel Kassandra. Obwohl, ist das noch eine Halbinsel?
Im Gegensatz zum Kanal des Xerxes ist der Kanal von Potidea noch heute in Betrieb. Etwas über einen Kilometer lang und im Schnitt 40m breit. Im 1. Jahrhundert nach Christi wurde der Kanal erstmals erwähnt. 1407, 1821 und 1930 wurde er erneut ausgehoben. Bis zum Bau der Straßenbrücke 1970 war Kassandra nur per Fähre zu erreichen. Ist das nun eine Halbinsel oder eine Insel?
In Nea Potidea übernachten wir wo wir schon vor zwei Jahren standen. Parkplatz, Strand, Kanal, Duschen am Strand 40.196392, 23.332399
Vorher gehen wir noch zum Abend essen in die Taverne, in der wir vor zwei Jahren schon waren.
21. Oktober 2019, Montag
Inselumrundung mit dem Wohnmobil, Ü: wie gestern.
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| In Afitos, kleine sympatische Urlauberstadt. |
22. Oktober 2019, Dienstag
Per WhatsApp haben wir uns mit Angelika und Bernd verständigt uns beim Campinghändler Zampetas bei Thessaloniki zu treffen. Es klappt wunderbar. Wir müssen wie immer, wenn wir hier sind, 2 Kilometer zu unserem „Teufelsdöner“ im Nachbarort wandern. Kultabendbrot mit Wein und Fleischeslust von der Theke.
23. Oktober 2019, Mittwoch
Angelika und Bernd lassen ihr Wohnmobil reparieren. Wir fahren schon mal voraus und werden uns dann in der nächsten Zeit irgendwo wieder treffen.
Auf Maut freien Straßen bis in die Nähe von Katerini nach Kallithea. Breite Sandstrände in der gesamten Gegend. Hier am Hafen stehen wir neben deutsch sprechenden Ungarn mit Kindern wunderbar frei. Von den Steinen an der Mole sollten wir uns fern halten, da haben ihre Kinder Ratten gesehen. 20 m weiter fahren und schon stehen wir angenehmer.
Ü: 40.259237, 22.595555, funktionierende Duschen am Strand
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| Kallithea, in der Nähe von Katerini |
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| Von dem Steinhaufen fahren wir wegen der möglichen Ratten zum Übernachten weg. |
24. Oktober 2019, Donnerstag bis 30. Oktober 2019, Mittwoch
Vom Strand von Lithochoro, hoch zum Olymp bis auf 1100m Höhe. Weiter übers Binnenland zum Baden zu den Thermophilen und dann nach Alt Korinth zum Korinthen kacken.
Übernachtungsorte:
Plaka, Strand von Lithochoro (übersetzt ins Deutsche: Steinberg) 40.098059, 22.567823
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| Hier an diesem Strand von Lithochoro waren wir bei unserer allerersten Griechenlandtour in den 90-er Jahren mit dem Klappwohnanhänger und unserer Tochter mit Freund. |
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| Irgendwo hier waren wir in den 90-ern. |
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| Diesen Blick gab es vor über 20 Jahren schon |
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| Die Götter des Olymp grüßen uns mit einem wunderbaren Sonnenaufgang |
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| Wir sind jetzt auf 1100m |
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| Bis hoch zum Olymp, das wird wohl nichts. |
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| Es grüßt die Heimat. Ob ich das gut finde? Nein! |
Nea Monasteri (übersetzt: Neukloster): 39.239491, 22.273906
Thermophilen: 38.803555, 22.497511, baden in den heißen Quellen, 40°C. Das ehemalige Kurhaus ist immer noch ein Flüchtlingslager. Umsetzen in ein kleineres Becken, rund 3 km entfernt, 32°C
Stellplatz Alt Korinth: 37.911484, 22.878322 für uns mit allem Komfort, 13€ pro Nacht
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| Unser Platz für die nächsten Tage. |
31. Oktober 2019, Donnerstag
Relaxen und im Regen in die Stadtmitte von Korinth.
1. November 2019
Bis zur Ausgrabungsstätte von Alt Korinth sind es rund 300m bergauf. Kleine Fußgängerrzone und wir sind wieder mal in biblischem Land. Paulus hatte hier eine Gemeinde gegründet und auf Fragen und Streitpunkte in seinen Briefen an die Korinther reagiert.
Es ist faszinierend, wie wir die alten Steine unterschiedlich interpretieren können. Die Lage am Fuße des Berges mit weitem Blick auf die Straße von Korinth. Die Ruinen dieser antiken Römerstadt. Einfach umwerfend und innerlich bewegend! Straßen, Ruinen von Tempeln, Heiligtümer, Badehäuser, Theater, Wohnhäuser, … Ja und irgendwann sind die Leute weggezogen und alles wurde nicht mehr gebraucht und dann als Steinbruch für Neues/Anderes genutzt. Irre!
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| Der Berg und obendrauf die Festunf Akrokorinth, vorne die Ausgrabungsstätte. |
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| In der "Innenstadt" von Altkorinth. |
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| Steine überall. |
Bei Wikipedia finde ich:
Der 1. Brief des Paulus an die Korinther oder 1. Korintherbrief (lateinisch Epistula ad Corinthios I; Abkürzung: 1. Korinther, I. Korinther, 1 Kor, 1Kor oder IKor) ist ein Buch des Neuen Testaments der christlichen Bibel. Er wird seit dem Mittelalter in 16 Kapitel eingeteilt. Paulus behandelt darin eine Reihe von Fragen und Streitpunkten der Gemeinde in Korinth.
Die Zielvorstellung des 1. Korintherbriefes ist die „in Jesus Christus begründete Einheit der Gemeinde angesichts ihrer faktischen Zerrissenheit“.[1] Schon zu Beginn erwähnt Paulus, dass er von Streitigkeiten in der korinthischen Gemeinde erfahren habe (1 Kor 1,11 EU). Vor seiner Stellungnahme zum Thema Ehe erwähnt Paulus einen Brief der Korinther, in welchem sie dieses Thema angesprochen hatten (1 Kor 7,1 EU). Daher wird erwogen, ob manche Aussagen am Beginn eines thematischen Abschnittes nicht die Meinung des Paulus ausdrücken, sondern die Meinung mancher Korinther.[2] Demnach versuche Paulus, den Christen in Korinth einen Weg „zwischen Beliebigkeit und extremen Idealen“ aufzuzeigen. Dabei führe er zuerst ein Schlagwort der jeweiligen Position an und entfalte dann Schritt für Schritt seine eigene Meinung.[3] Demnach könnte man den jeweiligen Einstieg in Anführungszeichen setzen („Alles ist mir erlaubt“, 1 Kor 6,12 EU), oder als Frage übersetzen: „Ist mir alles erlaubt?“[4] Bei der Auslegung des 1. Korintherbriefes ist jedenfalls zu bedenken, dass Paulus auf bestimmte Anfragen oder Meinungen korinthischer Gruppen reagiert.
Wichtige Stellen:
• Wenn du als Sklave berufen wurdest, soll dich das nicht bedrücken; auch wenn du frei werden kannst, lebe lieber als Sklave weiter (1 Kor 7,21 EU). [Der griechische Originaltext ist hier allerdings mehrdeutig. Die meisten anderen Übersetzungen lauten etwa vom Sinn her so, wie diese wörtliche Übersetzung: „Aber wenn du sogar/auch frei werden kannst, mache lieber (davon) Gebrauch.“]
• Der Geist Gottes wohnt im Menschen, der an Christus glaubt (1 Kor 3,16 EU).
• Alles – auch die Menschen – existieren „durch“ Christus (1 Kor 8,6 EU).
• Alles ist erlaubt, aber nicht alles nütze und nicht alles baut auf (1 Kor 10,23 EU).
• Herrenmahl (Eucharistie/Abendmahl) (1 Kor 11,23–26 EU)
• Das Hohelied der Liebe (1 Kor 13,1–13 EU): Glaube, Hoffnung und Liebe; beliebter Predigttext bei kirchlichen Trauungen
• Die Frauen sollen wie auch sonst üblich in der Gemeindeversammlung schweigen und zu Hause ihre Ehemänner fragen (1 Kor 14,33b–35 EU); mit großer Wirkungsgeschichte und in Spannung zu 1 Kor 11,5
• Das Zeugnis von der Auferstehung Christi (1 Kor 15,3–9 EU).
• „Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht der Menschen Knechte!“ (1 Kor 7,23 LUT), bekannt als Konfirmationsspruch.
Am Nachmittag sind Angelika und Bernd angekommen. Wir fahren mit unseren E-Rädern, die sind ein Segen in dieser bergigen Gegend, die drei Kilometer runter in den Ort zum Einkaufen.
2. November 2019, Samstag
Mit den Rädern nach Korinth zum Wochenmarkt und weiter zum Eingang des Kanals von Korinth.
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| Hier können wir Korinthen kaufen. Danach sind wir die Korinthenkacher! |
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| Einmal durch den ganzen Kanal von West nach Ost gucken. Hat was. |
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| Das betse Verkehrsmittel in dieser Gegend. |
3. November 2019, Sonntag
Mit den Rädern zur anderen, Ostseite des Kanals von Korinth
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| Blick durch den ganzen Kanal, diesmal von Ost nach West |
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| Auf dem Rückweg: Unter der Straßenbrücke wir Bungee Jumping angeboten. |
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| Die Absprungstelle für das Bungee Jumping befindet sich unter Petras Füßen. |
4. November 2019, Montag
Über uns ragt in 575 m Höhe die antike Burg Akrokorinth auf. Seit der Antike ist die Akrokorinth besiedelt. Dem griechischen Mythos nach war sie dem Sonnengott Helios geweiht, der später seinen Thron der Göttin Aphrodite anbot.
In der Antike soll hier die Göttin der Liebe mit religiöser Prostitution von 1000 heiligen Kurtisanen verehrt worden sein.
Davon ist heutzutage nichts mehr zu sehen, auch vom Aphroditetempel sind keine Spuren mehr vorhanden. Dafür ist die Aussicht überwältigend. An klaren Tagen soll man von hier aus die Akropolis von Athen sehen können.
Und hier oben soll wahrscheinlich auch der Apostel Paulus gepredigt haben.
Nach dem griechischen Unabhängigkeitskrieg zogen die Osmanen 1822 aus Akrokorinth ab. Danach verlor die Festung ihre strategische Bedeutung und wurde dem Verfall überlassen.
Also, da müssen wir hin. Über Serpentinen geht es hoch zum Parkplatz auf rund 500 Höhenmeter. Die Aussichten auf die Ebene und den Golf von Korinth sind wieder mal überwältigend.
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| Stützmauern für die Festung. |
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| Es gab und gibt nur einen Eingang in die Burg auf dem Berg. Hier musste jeder durch. |
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| Wahnsinnsblick über die Bucht von Korinth. Auf die andere Seite in der Mitte fahren wir auf dem Rückweg in rund zwei Wochen. |
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| Da oben muss der Tempel der Aphrodite gewesen sein. |
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| Der Ausgang |
Nach knapp zwei Stunden fahren wir weiter in Richtung Süden. Auf dem Weg nach Asini-Strand regnet es. Der durch uns ausgesuchte Campingplatz hat uns nicht gefallen, vielleicht war er auch zu, so genau wissen wir das nicht. Das war jedenfalls nichts. Die anderen Campingplätze waren geschlossen. Zum Baden war es nicht das richtige Wetter. Langer Strandspaziergang, von dem wir erst im Dunkeln zurück waren.
Ü: 37.527582, 22.875358, Parkplatz am Strand neben Campingplatz, keine Duschen
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| Am Strand von Asini |
5. November 2019, Dienstag bis 10. November 2019, Sonntag
Angelika und Bernd bleiben die nächsten Tage hier in der Gegend.
Uns zieht es nach Gythio im Süden des Pelepones, auf den Campingplatz Mani Beach.
Ü: 36.727183, 22.542587
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| Auf dem Campingplatz Mani Beach in Gythio |
Hier bleiben wir die nächsten Tage und genießen das schöne warme Herbstwetter. Auf dem Campingplatz stehen noch einige Wohnmobile, die in den nächsten Tagen zurück nach Hause fahren werden.
Mit den Rädern erkunden wir die Gegend und vor allem die schöne kleine Stadt Gythio. Urgriechisches Ambiente. Uns gefällt`s. Und wir genießen die Ruhe, Abgeschiedenheit, das Meeresrauschen, das Rad fahren, die Stadt Gythio mit Hafen und Cafe`s, unsere Bäckerei von der wir den Kuchen für`s Kaffee trinken holen.

























































































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